Neues Boot für kleinste Flotte
22. April 2009 - 19:36 Uhr Kategorie: ältere News
Kapitän Franz Meindl hat sich einen Traum erfüllt und ein neues Schiff gekauft. „Der Zeitpunkt ist gerade richtig.“ Ein Bericht der Salzburger Nachrichten am 22. 4. 2009
Auf der „Mondseeland“ wird mit Hochdruck gearbeitet. Im Ruderhaus muss noch eine Schalttafel montiert, im Passagierraum die Tische aufgestellt und an Deck die letzten Anstriche aufgebracht werden. Die Rettungsringe liegen noch in der Originalverpackung am Bug.
Spätestens zur Schiffstaufe am Freitag um 9 Uhr muss alles fix und fertig sein. „Wir wissen nicht, wie wir das machen, aber es wird sich ausgehen“, sagt ein Mitarbeiter.
Mit der „Mondseeland“ – 24 Meter lang, 5,60 Meter breit und für 120 Passagiere zugelassen – hat sich sein Chef einen Traum erfüllt. Das Schiff wurde von der Schweiz in Teilen auf zwei Tiefladern nach Mondsee transportiert. Wie viel er investiert hat, will Kapitän Franz Meindl nicht verraten. Dem Vernehmen nach handelt es sich um eine ordentliche sechsstellige Summe. „Der Zeitpunkt ist genau richtig. Die Leute schauen auf ihr Geld. Ich glaube, man leistet sich jetzt lieber kleine Ausflüge als große Urlaube. Je mehr Touristen wir nach Mondsee bringen, um so besser“, sagt Meindl.

Er veranstaltet mit seinem Schiff Rundfahrten, die „Mondseeland“ wird aber auch für Hochzeiten, Geburtstage oder Produktpräsentationen zu mieten sein. Auf dem betagten Vorgängerschiff, der MS Schafberg, habe er auch eine Begräbnisfeier gehabt, sagt Meindl. Freilich ohne Seebegräbnis – das sei nur auf dem Meer erlaubt.
Die Schifffahrt auf dem Mondsee ist die kleinste im Salzkammergut, aber bereits 127 Jahre alt. Damals dampfte die „Helene“ übers Wasser. Prominenter Gast war 1893 Kaiser Franz Josef, der sich von Mondsee nach Plomberg übersetzen ließ.
Kapitän Franz Meindl ging 100 Jahre später zur See. Als er als Landmaschinenmechaniker die Einspritzpumpe der „Helene“ reparierte, habe ihn das Fieber gepackt. „Ich habe an den Wochenenden um ein Butterbrot mitgearbeitet.“ 1998 machte Meindl das Kapitänspatent für Flüsse und Seen, 2007 übernahm der Landwirt das Unternehmen, in dem auch seine Frau Rosemarie und Sohn Michael mitarbeiten. Nicht einmal in der kalten Jahreszeit gibt es eine Pause. Meindl: „Im Winter zu fahren ist kein Geschäft, aber schön ist es.“
Der Artikel ist auch auf der Website der Salzburger Nachrichten zu lesen: Er erschien am 22. 4. 2009 - 2 Tage vor der eigentlichen Schiffstaufe.
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Spätestens zur Schiffstaufe am Freitag um 9 Uhr muss alles fix und fertig sein. „Wir wissen nicht, wie wir das machen, aber es wird sich ausgehen“, sagt ein Mitarbeiter.
Mit der „Mondseeland“ – 24 Meter lang, 5,60 Meter breit und für 120 Passagiere zugelassen – hat sich sein Chef einen Traum erfüllt. Das Schiff wurde von der Schweiz in Teilen auf zwei Tiefladern nach Mondsee transportiert. Wie viel er investiert hat, will Kapitän Franz Meindl nicht verraten. Dem Vernehmen nach handelt es sich um eine ordentliche sechsstellige Summe. „Der Zeitpunkt ist genau richtig. Die Leute schauen auf ihr Geld. Ich glaube, man leistet sich jetzt lieber kleine Ausflüge als große Urlaube. Je mehr Touristen wir nach Mondsee bringen, um so besser“, sagt Meindl.

Er veranstaltet mit seinem Schiff Rundfahrten, die „Mondseeland“ wird aber auch für Hochzeiten, Geburtstage oder Produktpräsentationen zu mieten sein. Auf dem betagten Vorgängerschiff, der MS Schafberg, habe er auch eine Begräbnisfeier gehabt, sagt Meindl. Freilich ohne Seebegräbnis – das sei nur auf dem Meer erlaubt.
Die Schifffahrt auf dem Mondsee ist die kleinste im Salzkammergut, aber bereits 127 Jahre alt. Damals dampfte die „Helene“ übers Wasser. Prominenter Gast war 1893 Kaiser Franz Josef, der sich von Mondsee nach Plomberg übersetzen ließ.
Kapitän Franz Meindl ging 100 Jahre später zur See. Als er als Landmaschinenmechaniker die Einspritzpumpe der „Helene“ reparierte, habe ihn das Fieber gepackt. „Ich habe an den Wochenenden um ein Butterbrot mitgearbeitet.“ 1998 machte Meindl das Kapitänspatent für Flüsse und Seen, 2007 übernahm der Landwirt das Unternehmen, in dem auch seine Frau Rosemarie und Sohn Michael mitarbeiten. Nicht einmal in der kalten Jahreszeit gibt es eine Pause. Meindl: „Im Winter zu fahren ist kein Geschäft, aber schön ist es.“
Der Artikel ist auch auf der Website der Salzburger Nachrichten zu lesen: Er erschien am 22. 4. 2009 - 2 Tage vor der eigentlichen Schiffstaufe.
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